Ein Hund auf der Titelseite des people-magazine

 

 

Bilder zu schaffen, die sich in jedes Wohnzimmer tragen lassen – das gehört zu jeder großen PR-Inszenierung. Was mit den Augen wahr genommen wird, bleibt im Gedächtnis anders haften als alle Lektüre. Und was auf dem Bildschirm passiert, ist oft wirklicher als die Realität. Kein Medium ist geeigneter, um kurzfristig Aufmerksamkeit zu erlangen. Ein junger Amerikaner hatte Anfang der 1970er Jahre entdeckt, dass er sein Ziel nur mit Hilfe des Fernsehens erreichen würde. Ihm war klar, dass die eigentliche Aktion nicht lange dauern würde. Außerdem musste er einfach Scheitern. Aber das gehörte zum Plan und war durchaus beabsichtigt. Weiterlesen

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Der große und der kleine Napoleon – und eine neue Napoleonin?


Rundet der dramatische Tod die Selbstinszenierung ab, so ist er doch nicht zwingend erforderlich, um als Sterblicher die Unsterblichkeit der Legende zu gelangen. Napoleon beispielsweise, ein Meister der Selbst-Inszenierung, war schon zu Lebzeiten seine eigene Legende. Der rühmliche Tod blieb ihm jedoch vorenthalten: Weiterlesen

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Bitteres Beispiel für teuflischen Imagetransfer


Das wahre Böse ging nicht mit Humor in die Mediengeschichte ein, sondern mit Aggressivität und Zynismus. Es ist ein finsteres, wenn auch sehr gekonntes Kapitel in der Geschichte der Public Relations, eines, an das vor allem die Deutschen denken, wenn sie den Begriff Propaganda hören. Untrennbar ist dieses Wort mit dem Nationalsozialismus und Joseph Goebbels verbunden. Weiterlesen

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Galileo Galilei – per Tabubruch zum Star

Galileo Galilei, der Mann, dessen Welt sich um die Sonne drehte, ist jemand, dessen Ruhm auf einem Tabubruch beruht. Stolz soll er – selbst angesichts des Foltertodes – noch an seinen Thesen festgehalten haben, wenngleich er dann letztlich doch „abgeschworen“ hat. Weiterlesen

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Vodafone kauft Mannesmann – Ein Skandal, der keiner war


Normalerweise klingt die Aufregung ab: Erst wird großer Bohei gemacht, alles regt sich auf. Dann gewöhnen sich die Menschen allmählich daran. Am Ende ist es total normal. Dass Frauen Hosen tragen zum Beispiel war mal ein echtes Aufregerthema. Oder dass Fußballspieler ein „Handgeld“ bekamen, also dafür bezahlt wurden, um bei einem bestimmten Verein zu spielen. Ja, das war mal ein großer Skandal. Deswegen wurde Hertha BSC einst aus der Bundesliga verbannt. 1964/65 war das. 50 Jahre später wäre eine Sensation, wenn ein Spieler KEIN Geld bekäme, um den Verein zu wechseln.

Aber die Aufregungskurve kann auch anders verlaufen: Statt abwärts nämlich aufwärts. Etwas das einst banal war, wird plötzlich zum Aufreger. Weiterlesen

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Darauf einen Elch! Eine Blamage hat ein fröhliches Nachspiel

Quelle: http://www.jvogel.ch/humor.php?id=2901

Eine bemerkenswerteErfahrung machte der Daimler-Konzern vor mehr als zehn Jahren, nachdem er die bislang größte Blamage der Unternehmensgeschichte erlebt hatte. Endlich war der Schritt in ein neues Marktsegment gemacht, als ausgerechnet der vorab über die Maßen gepriesene Kleinwagen ins Wanken geriet. Weiterlesen

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Evita Perón – „Aschenputtel des 20. Jahrhunderts“

Die Voraussetzungen zum Ruhm Eva Peróns waren alles andere als günstig: Geboren als uneheliche Tochter in einem kleinen Dorf bei Buenos Aires wuchs sie mit ihren Geschwistern in erbärmlichen Verhältnissen auf. Evita zeichnete sich von Anfang an durch extremen Ehrgeiz aus und verfolgte energisch das erklärte Ziel, berühmt zu werden. Als 15-Jährige verließ sie früh und jung ihre Familie , um in der Hauptstadt eine Karriere als Schauspielerin zu beginnen. Der brünetten jungen Frau blieb der Erfolg jedoch verwehrt, so dass sie in zweifelhaften Nachtclubs arbeiten musste, um ihr armseliges Dasein in heruntergekommenen Hotels zu finanzieren. Sie war eine von vielen – und erkannte dieses Manko erstaunlich schnell. Weiterlesen

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Macht sich selbst zum Kunstmotiv: Jeff Koons

Auch der zeitgenössische und selbsternannte Konzeptkünstler Jeff Koons ist gemeinsam mit publicity-tauglichen Frauen in den Olymp der Selbstdarsteller und Tabubrecher aufgestiegen. Während seine schwimmenden Basketbälle in Aquarien im New York der frühen 1980er Jahre nur wenig beachtet wurden, schaffte er es an der Seite der Szeneführerin Ileana Sonnabend und dann als Lebensgefährte der italienischen Porno-Queen Ilona Staller, zum Medienspektakel zu werden. Anders als Dalí ging seiner Karriere als vorübergehender Liebling der Kunstszene jedoch keinerlei künstlerische Ausbildung voran – wozu auch. Weiterlesen

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Ein Pissoir im Museum, eine Nackte im Badesee – Skandal!?

Marcel Duchamp riskierte seinen Ruf als ernst zu nehmender Künstler, als er 1913 erstmals ein „Ready Made“ präsentiert. Der Flaschentrockner als Museumsstück vemag heute kaum noch irgendjemanden zu beeindrucken. Doch das Pariser Kunstpublikum der Jahrhundertwende, dessen größter Schock bislang darin bestanden hatte, in Manets „Frühstück im Grünen“ bekannte Töchter der Stadt allegorisch verbrämt als nackte Grazien beim Picknick porträtiert zu sehen, zeigte sich weder gelangweilt noch amüsiert, sondern war schlichtweg entsetzt. Weiterlesen

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Afri-Cola – „Sexy-mini-super-flower-pop-op-cola“

„Brillant“ oder „anstößig“, das waren auch die häufigsten Reaktionen auf den Afri-Cola-Werbespot, die der Werber und Weltraumkünstler Charles Wilp ab Ende der 60er Jahre kreierte: Hinter vereisten, beschlagenen Scheiben, die zu seinem Markenzeichen wurden, ließ er knackige junge Nonnen, Vietnam-Soldaten und Pin-up-Girls posieren und betextete das Ganze dann mit dem Gaga-Slogan „Sexy-mini-super-flower-pop-op-cola, alles ist in Afri-Cola“, der in zusammenhanglosen Chiffren das Lebensgefühl einer ganzen Generation wiedergab. Dabei setzte er auch ein Pin-up oben ohne hinter die Scheibe – und war damit der Erste, der in der deutschen Werbung Busen zeigen ließ. „Damals“, so erinnert sich Wilp heute, „wurden die Kinder ins Bett geschickt, wenn meine Spots im Fernsehen liefen.“ Weiterlesen

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Testesser bei McDonald’s: Boris Jelzin

Kameratauglich müssen absurde PR-Momente schon sein, wenn man damit die Aufmerksamkeit auf sich lenken will. Das Auge der Öffentlichkeit schaut durch eine Linse. Und so musste auch jener historische Moment, als Kapitalismus und Kommunismus zusammenfanden, erst ein geeignetes Motiv finden, um symbolträchtig in die Geschichte einzugehen.
Als Boris Jelzin am 2. Juni 1990 werbewirksam in einen Cheeseburger biss, befand er sich nicht auf Staatsbesuch in den USA. Weiterlesen

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Erfolgreich blamieren – Kolumbus blieb seiner Dummheit treu

„Irrtümer haben ihren Wert, / jedoch nur hier und da, / denn nicht jeder der nach Indien fährt, / entdeckt Amerika.“ – Mit einem geleierten Poesiealbumgedicht wird 500 Jahre später eine der größten Blamagen der Weltgeschichte verlacht. Und die kichernden Kinder haben Recht: Kolumbus war nicht nur in Mathematik und Astronomie ein Dilettant, weswegen er den Erdumfang falsch berechnete und sich 1492 überhaupt auf den Weg nach Indien wagte. Er glaubte auch noch bis an sein Lebensende, er sei in Indien gelandet, hielt Haiti für Japan und Kuba für China. Weiterlesen

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Jack und Jackie – ein machtvolles Traumpaar

Systematische Selbstinszenierung wird gerade im Zusammenspiel mit Macht zu einer wesentlichen PR-Strategie. Das folgende Beispiel für einen PR-Gag, der Geschichte machte, handelt von einem weltberühmten Mann, wenngleich die Geschichte mit seiner Schwiegermutter beginnt: Weiterlesen

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Alle kennen Jägermeister, weil…

Rühmst du mich, helfe ich dir, heißt die Grundregel des Sponsoring. Die Spendierfreude wird umso größer, je mehr Ruhm dabei abfällt. Die drittklassige C-Jugend des Provinzvereins wird deshalb weniger großzügig gefördert als die siegreiche Bundesligamannschaft. Und was erst würde die freundliche Förderung der Nationalmannschaft bringen? musste sich dereinst der kürzlich verstorbene Günter Mast gefragt haben. Der Vorstandsvorsitzende der Mast AG suchte Ende der 60er Jahre nach originellen Wegen, um seinen Kräuterlikör Jägermeister bekannter zu machen. Zunächst war es wohl eine Schnapsidee, aber dann wurde die ganze Geschichte zum nüchtern kalkulierten PR-Gag: Weiterlesen

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Schlingensief – Eine PR-Profi, der auch einmal scheiterte

Letzten Samstag wurde auf der Biennale in Venedig der deutsche Pavillon mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Usprünglich sollte Christoph Schlingensief den Pavillon gestalten. Doch nach dem plötzlichen Tod Schlingensiefs 2010 musste Kuratorin Susanne Gaensheimer eine andere Lösung finden: Mit Hilfe von Aino Laberenz, der Witwe Schlingensiefs, entstand ein Pavillon, der laut Medienberichten das Werk des Multimedia-Künstlers Schlingensiefs umfassend darstellt. Weiterlesen

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